Wie kocht man für viele Gäste?

Von Julia Heim, 13. Juni 2018

Liebe Userin, 

erst einmal muss natürlich definiert werden, wie gross die Gruppe ist, für die Sie kochen möchten. Empfinden Sie sechs Gäste als viel? Oder ist es erst richtig schwierig ab 20?
Wenn wir davon ausgehen, Sie haben eine Runde mit etwa zehn Personen, dann kann ich Ihnen vielleicht den einen oder anderen Tipp geben, wie das Kochen nicht zur Tortur wird.

Wenn ich so viele Gäste bei mir bewirte, dann sorge ich bei allen Gerichten dafür, dass ich nicht mehr all zu viel machen muss, wenn die Gäste da sind. Ich bereite Speisen vor, die sich in grösseren Mengen zubereiten lassen und die sich – sofern es Reste gibt – auch am nächsten Tag noch essen lassen. Planung ist wichtig, Abklärung natürlich auch. Essen alle alles? Oder gibt es Vegetarier, Fleischfans oder Fischliebhaber unter Ihren Gästen? Ich mache es mir da einfach. Wenn Vegetarier unter den Gästen sind, koche ich meist für alle vegetarisch. Das ist einfacher. 

Bei der Vorspeise kommt entweder eine grosse Schüssel Salat auf den Tisch oder ich bereite Vorspeisenplatten mit verschiedenen Käsesorten, eingelegtem Gemüse, Couscous, Oliven und verschiedenen Crackern vor. Wenn ich Zeit und Lust habe, mache ich das eingelegte Gemüse selbst, ansonsten tut es auch die gekaufte Variante. 

Beim Hauptgang konzentriere ich mich bei so vielen Gästen meist auf Aufläufe oder Eintöpfe. Auch Pasta lässt sich gut für eine grosse Runde vorbereiten, ebenso wie selbst gemachte Pizza. Wer Fleisch auftischen möchte, fährt mit einem Gulasch sehr gut. Das kocht sich fast von allein. Ich achte darauf, dass ich Gerichte auswähle, die ich gut beherrsche. Experimente machen mich verrückt – besonders wenn sich viele hungrige Freunde angemeldet haben. 

Bei Fleisch und Fisch rechne ich mit 150 bis 200 Gramm pro Person, bei Pasta als Hauptzutat rechne ich mit etwa 150 Gramm pro Person, dasselbe gilt für Gemüse als Beilage. 

Wenn Sie lieber auf ein gesetztes Dinner verzichten, bietet sich natürlich auch Fingerfood an. So können Sie auf individuelle Vorlieben eingehen und eine Bandbreite an kleinen Häppchen anbieten. Der Nachteil dabei: All die kleinen Köstlichkeiten vorzubereiten – das dauert lange.

Beim Dessert mache ich meist eine grosse Schüssel Mousse au Chocolat und biete dazu Früchte an, oder ich backe einen Cheesecake – den kann ich in bis zu 16 Stücke aufschneiden. 

Viel Spass mit Ihren Gästen, 

Julia Heim 

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