Erkennt man die Schärfe einer Chili?

Von Julia Heim, 14. Mai 2018

Ob lang und schlank oder apfelförmig, ob gelb, grün oder rot, ob bitter oder süsslich: Chilis haben viele Gesichter. Mehrere Tausend Sorten gibt es. Wie soll man da herausfinden, wie scharf eines der Früchtchen ist? Dass besonders kleine Chilischoten sehr scharf sein müssen, ist nicht wahr. Dass man ihnen den Schärfegrad anderweitig ansehen kann, ebenso wenig. Trotzdem müssen Sie kein Risiko eingehen beim Kochen, denn die Sorte an sich verrät bereits, ob die Frucht eher mild oder höllisch scharf ist. 

Der Schärfegrad wird anhand der Scoville-Skala gemessen. Bei uns werden Schoten meist mit einer Zahl zwischen 0 und 10 kategorisiert. Als scharf gilt beispielsweise die Jalapeño. Noch schärfer sind Thai-Chili und natürlich die Habanero (Schärfewerte zwischen 8 und 10). Die bei uns so beliebte Peperoncini ist mit einem Schärfewert von 2 eher mild.

Doch was macht die Schärfe aus? Es ist der Inhaltsstoff Capsaicin, der ein Hitzeempfinden beziehungsweise einen Schmerzreiz auslöst. Deshalb gilt auch: Nach dem Schneiden der Chilischote Berührungen am Auge unbedingt vermeiden. Das brennt selbst dann, wenn Sie die Hände nach der Zubereitung gründlich gewaschen haben. Ein sicherer Wert sind Handschuhe beim Verarbeiten. 

Chili-Liebhaber sollten übrigens selbst anbauen. Die Pflanzen lassen sich auch mit wenigen Vorkenntnissen gut auf dem Balkon pflanzen. Die richtige Zeit? Gerade jetzt. Mitte Mai darf man beginnen. Die Chilis können als Setzlinge gekauft oder aus Samen gezogen werden. Je nachdem, wie viel Geduld Sie aufbringen. Wer mit dem Schotenangebot im Supermarkt nicht zufrieden ist, sollte in Asia-Läden vorbeischauen. Meist ist die Auswahl an scharfen Chilis dort grösser. 

Herzlich, Julia Heim

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