Vegetarisch und vegan: Prominente Unterstützer

Von Julia Heim, 18. August 2016

Schön, talentiert und erfolgreich – dafür stehen Stars und Sternchen aus der Film-, Mode- und Musikindustrie. Doch viele von ihnen setzen sich auch politisch oder für die Umwelt und den Tierschutz ein. Sie kooperieren mit Organisationen, sind Botschafter und Weggefährtinnen, Unterstützer und Gründerinnen. Denn eine populäre Stimme wird besser gehört als die eines Otto Normalverbrauchers. Macht nichts, solange die Botschaft smart und wichtig ist.

Designerin Stella McCartney beispielsweise designte im Frühjahr zwei neue T-Shirts für ihre Non-Profit-Kampagne Meat Free Monday, die sich für einen fleischlosen Tag in der Woche stark macht, um so der Umwelt einen Gefallen zu tun. Der Meat Free Monday wurde 2009 von Paul, Mary und Stella McCartney lanciert – für den Kampf gegen den Klimawandel und für den Schutz natürlicher Ressourcen. McCartney verwendet als bekennende Vegetarierin auch in ihrem Modeunternehmen weder Leder, noch Pelz oder Federn und bezeichnet den Brand als das erst vegetarische Luxuslabel.

Doch da gibt es auch andere Berühmtheiten, die auf Fleisch und Fisch oder auf sämtliche Produkte, die von einem Tier stammen, verzichten. Beispiele dafür sind Brigitte Bardot (sehr aktiv im Tierschutz), Julia Roberts, Kate Winslet und Michelle Hunziker (Vegetarierinnen) oder Alec Baldwin, Anne Hathaway, Demi Moore und Jessica Chastain (VeganerInnen). Und natürlich VIPs, die sich Luft machen und viel Engagement beweisen, wie Pamela Anderson. Sie arbeitete bereits intensiv mit der Organisation PETA zusammen und setzt sich mit viel Leidenschaft für den Tierschutz ein.

Gerade weil Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, einen Einfluss auf das haben, was wir gut finden, macht ein solch öffentliches Engagement Sinn. Richtig so, wenn Prominente sich ihrer Verantwortung bewusst sind, ihre Prominenz für den guten Zweck nutzen und nicht zuletzt auch einen Teil ihres Vermögens für den Schutz und Erhalt der Umwelt und ihrer Bewohner einsetzen, wie beispielsweise Leonardo DiCaprio. Der Schauspieler ist bekannt für seine flammenden Reden und grosszügigen Spenden für den Naturschutz.

Doch bitte nicht missverstehen: Ob mit oder ohne Fleisch beziehungsweise mit oder ohne tierische Produkte – das entscheidet jeder für sich selbst. Da gibt es (jedenfalls für mich) kein richtig oder falsch. Aber bewusst und engagiert durchs Leben zu gehen, schadet nicht. Es macht uns aufmerksam für jegliche Ressourcen, die wir auch weiterhin nutzen möchten.

Food Swap – weil tauschen und teilen glücklich macht

Wer selbst etwas Gutes tun will, fängt am besten im Kleinen an. Wie Yelda Yilmaz und Swantje Havermann, die das Buch Food Swap herausgebracht haben. Die beiden Frauen engagieren sich gegen Lebensmittel-Verschwendung und setzen auf selbst gemachte Produkte zum Tauschen. In Hamburg veranstalten sie regelmässige Food-Swap-Events, bei denen sich Foodies treffen und selbst gemachte Speisen zum Tauschen und zum Teilen mitbringen. Bisher ein grosser Erfolg!

Viele der meist vegetarischen Rezepte von den Events wurden in diesem Buch gesammelt und sie machen Lust, regionale und saisonale Produkte, vielleicht sogar aus eigenem Anbau, gemeinsam mit Resten aus dem Kühlschrank zu etwas Köstlichem zu verarbeiten und diese Leckereien dann zu verschenken, zu teilen oder etwas anderes dafür zu erhalten. Habt ihr schon einmal einen Swap veranstaltet? Vielleicht wäre das was. Oder aber ein neues Reste-Rezept anlässlich des Weltvegetariertags am 1. Oktober oder des Weltvegentags am 1. November? Ideen gibt es viele und Tatendrang sowieso.

Food Swap, Swantje Havermann / Yelda Yilmaz
2016 erschienen bei Edel
Erhältlich für rund 21 Franken

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