Die Familienfrage #4

Von Nadja Zimmermann, 14. September 2015

Ich stehe zwar mittlerweile sehr oft in der Küche, das heisst aber nicht, dass ich dann so landhausmässig mit Schürzchen und beseeltem Lächeln im Gesicht und etwas Mehl an der Backe und zu einem lockeren und herzigen Dutt geflochtenem Haar stets ganz entspannt und mit unheimlich viel Zeit am werkeln bin. Denn an letzterem fehlt es mir immer wieder mal, der Zeit! Auch mit ein Grund, warum ich einfache, unkomplizierte Gerichte am liebsten mag. Das ändert sich vielleicht, wenn die Kinder grösser sind, aber jetzt und hier muss es in der Regel vor allem eins: Schnell gehen.

 

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Nun denn, ich spare Zeit, indem ich:

  • gerne grosse Portionen koche und einen Teil davon einfriere – für Zeiten wo es dann wirklich hopphopp gehen muss.
  • Wasser erst im Wasserkocher aufkoche, es kochend in den Topf giesse und den Deckel drauf tu. So ist das Wasser schnurstracks bereit.
  • Gemüse, dass gekocht werden soll, möglichst klein schneide – dann ist es schneller durch.
  • Pausen nutze. Während A köchelt, bereite ich B vor. Während C gart, kommt D schon mal in den Ofen und während E an der Luft noch etwas aufgehen muss, wasche ich schon mal ab, was rumsteht. Ist die Küche sauber, schaffe ich mir immer wieder neuen Platz.
  • alles bereitstelle, was ich brauche. Öl, Zucker, Mehl usw. Auch kann man Zwiebeln, Gemüse oder Früchte schon mal rüsten und in Schälchen bereitstellen. Zauberbegriff: Mise en Place.
  • den Blitzhacker benutze. Der hackt alle Zutaten innert Sekunden klitzeklein.
  • gute, scharfe Messer benutze.
  • ich nicht immer alles von A bis Z selber mache. Blätterteig kann man guten Gewissens kaufen. Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist immer frisch und das ganze Jahr über zu haben. Das gilt auch für Kräuter.
  • Reis, Quinoa, Couscous & Co. auch mal vorkoche. Zum Beispiel gleich für ein paar Tage, so kann man damit variieren.
  • ich plane, was es zu Essen gibt. Ein Wochenplan hilft mir, nur das einzukaufen, was ich wirklich brauche (gegen Foodwaste) und ich zerbreche mir nicht jeden Tag vor dem Kühlschrank den Kopf  (obschon auch das ab und an dazu gehört, einfach mal Kühlschrank öffnen und improvisieren).
  • ich einen gut gefüllten Vorratsschrank habe. Alle wichtigen Grundnahrungsmittel sind stets da und werden durch frische Lebensmittel ergänzt.
  • indem ich mir ein paar gute Kochbücher für die schnelle Alltagsküche zugelegt und darin mit Zetteln alles markiert habe, was mich interessiert.
  • ich immer den ganzen Salat rüste und diesen bis zum Verzehr im Plastikbeutel im Kühlschrank aufbewahre. Wenn ich da noch ein Blatt Haushaltspapier dazulege, welche die Feuchtigkeit aufsaugt, bleibt er auch länger frisch.
  • ich Salatsauce in einer grösseren Menge zubereite und diese in einer Flasche im Kühlschrank aufbewahre.

So. Jetzt fällt mir nichts mehr ein.

 

Die Familienfrage: Wer kennt noch einen Zeitspartrick? Wie spart IHR Zeit? Was sind eure Tricks?

Die Kultur des gemeinsamen Essens verschwindet aufgrund einer immer schnelllebigeren Gesellschaft zusehends. Um Familien wieder an einen Tisch und ihnen die Vorzüge eines gemeinsamen Essens näher zu bringen, hat Coca-Cola die „Gemeinsam schmeckt’s am besten“-Initiative ins Leben gerufen. Herzstück der Kampagne in der Schweiz ist der gemeinsame Familienblog www.familienhäppchen.ch von und mit Nadja Zimmermann, wo sie Eltern eine Vielzahl an einfach anzuwendenen Ideen und Tipps aus dem Familienleben vermittelt.

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