Die Familienfrage #3

Von Nadja Zimmermann, 18. August 2015

Die Sommerferien sind vorbei. Und wieder stellt sich die Znünifrage.

Ich weiss noch, wie ich mich, als meine Tochter in den Kindergarten kam, über die Liste gewundert habe. Dass Trockenfrüchte oder Bananen nicht gern gesehen wären. Nun, da ist halt mehr Zucker im Spiel der an den Zähnen haften bleibt und da ihr mit der Znünibox wohl ebenfalls kein Zahnbürsteli mitgebt, kann so schneller Karies entstehen. Ok.

Aber dann denk ich zurück, als ich noch in der Schule war. Ich hatte eine Freundin, die ass immer Rüebli. Jeden Morgen. Von der Primar- bis zur Mittelstufe. In einem Säckli hatte sie 4-5 geschälte Rüebli. Das Säckli war innen genauso orange abgefärbt (ob sie wohl immer das gleiche Säckli hatte?) wie ihre Finger. Manche assen ein Gipfeli, eine Banane und da gab es auch die Studentenfutterfraktion. Ich wiederum ass oft ein Weggli. WEISSBROT! Und manchmal sogar mit Schoggistängeli, selten zwar, sehr selten, aber dennoch. Ja, ich bin trotzdem gross geworden, kam aber auch nicht kariesfrei durch meine Kindheit. Könnte also durchaus einen Zusammenhang haben.

Was also gebe ich nun meinem Kind mit?

 

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Meist:

  • 1 Apfel mit Nüssen (siehe Bild, wobei das Studenfutter genau so wieder zurück kommt, nur ohne Rosinen,  und der Apfel 3-4 Bisse aufweist – worauf ich mich frage, ob das Kind denn keinen Hunger hat um diese Zeit und es dann am nächsten Tag dementsprechend anders mache).
  • 1 Birne (woraufhin am Mittag postwendend die Beschwerde vorgetragen wird; viel zu wenig).
  • 1 andere saisonale Frucht mit Blévita, Darvida oder sowas.
  • Fruchtsalat mit Schwedenbrötli.

 

Vorbildlichst! Ha!

..und dann gehen mir die Ideen aus. Klar, Anfang Schuljahr ist das noch toll und abwechslungsreich, aber spätestens so im Februar denke ich mir “pffff…”.

 

Die Familienfrage: Was landet in euren Znüniböxli und wie bringt ihr etwas Abwechslung in die Znüniszene?

 

 

Die Kultur des gemeinsamen Essens verschwindet aufgrund einer immer schnelllebigeren Gesellschaft zusehends. Um Familien wieder an einen Tisch und ihnen die Vorzüge eines gemeinsamen Essens näher zu bringen, hat Coca-Cola die „Gemeinsam schmeckt’s am besten“-Initiative ins Leben gerufen. Herzstück der Kampagne in der Schweiz ist der gemeinsame Familienblog www.familienhäppchen.ch von und mit Nadja Zimmermann, wo sie Eltern eine Vielzahl an einfach anzuwendenen Ideen und Tipps aus dem Familienleben vermittelt.

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