Home: Zürichs kleinster Sandwichladen

Von Julia Heim, 15. June 2015

Ihr arbeitet in Zürich und sucht eine neue Lunchoption für die Mittagspause? Ihr mögt Sandwiches und habt ein Herz für handgemachte, mit Liebe zubereitete, kreative Leckereien, möchtet euch aber nicht ins Getümmel stürzen und Zeit beim Take Away verschleudern? Dann habe ich einen Tipp, der euch womöglich gefallen wird:

Das Duo von Home, das sich ursprünglich über die Arbeit für eine NGO kennengelernt hat, betreibt Zürichs kleinsten Sandwichladen. Im 50er-Jahre-Outfit und mit Bauchladen ausgestattet, besuchen die beiden Neuunternehmer Büros in verschiedenen Zürcher Kreisen und liefern homemade Sandwiches mit exotischen und traditionellen Füllungen. Wie beispielsweise das «New Delhi Delight» – eine Kombination aus Mangochutney, Gurke und gegrilltem Poulet im Fladenbrot oder der Veggie-Hit «Ciao Capri» – ein Sandwich mit Antipasti, Parmigiano und Crema di Balsamico.

 

Ich habe die Brote probiert und kann sie euch sehr empfehlen! Auf dem Bild zu sehen: Das «New Delhi Delight»

 

 

Die beiden Betreiber, die ihre Sandwiches selbst zubereiten und sich für euch auf die Suche nach den besten Zutaten machen, wechseln das Angebot wöchentlich und bieten mit einem Preis von acht bis neun Franken eine erschwingliche und feine Mittagsoption. Beiden ist es wichtig, dass die Sandwiches leistbar sind: «Wir haben durch den mobilen Bauchladen geringe Fixkosten. Das möchten wir an unsere Kunden weitergeben.» Falls ein Kunde mehr bezahlen möchte, kommt das zusätzliche Geld dem Projekt «Home rundet auf» zugute. Das heisst, das Team addiert die zusätzlichen Einnahmen und sobald damit 20 Sandwiches finanzierbar sind, werden diese an eine soziale Institution geliefert.

Ich habe den beiden Foodies ein paar Fragen gestellt …

 

Ihr habt beide für NGOs gearbeitet. Wie seid ihr darauf gekommen, Sandwiches zu produzieren und sie in einem Bauchladen zu verkaufen?
Wir hatten schon immer den Traum, ein Café zu eröffnen. Den haben wir nach wie vor. Doch in Zürich muss man klein anfangen und warum dann nicht ganz klein anfangen und den kleinsten Sandwichladen der Stadt eröffnen? Das Geschäft darf sich nun entwickeln und wachsen. Sandwiches sind eine Idee für den Sommer. Das Angebot muss sich an die Saison und an die Bedürfnisse anpassen. Im Winter wird sich das Sortiment verändern. Vielleicht kann man auch Synergien nutzen und mit anderen Anbietern kooperieren.

 

Woher stammen die kreativen Zusammenstellungen?
Wir reisen beide gern und viel. Die Ideen für unsere Sandwiches sammeln wir, wenn wir unterwegs sind. Zürich hat viele Expats, die sich eine Kleinigkeit aus der Heimat wünschen. Dem versuchen wir gerecht zu werden und nehmen den Geschmack eines jeweiligen Landes mit ins Sandwich auf.

 

Wie kommt man zu einem eurer Sandwiches?
Momentan sind wir an fixen Tagen in einzelnen Kreisen in Zürich unterwegs. Man kann bei uns aber auch bestellen. Dazu müssen mindestens 10 Sandwiches geordert werden. Wir können auch für Sitzungen oder private Feiern liefern, entweder nur die Sandwiches, oder den ganzen Laden – das heisst: wir, im Kostüm mit Bauchladen. Uns ist wichtig, dass die Kunden zeitsparend ein feines Essen erhalten. Bald werden wir auf der Homepage vermerken, an welchen Tagen wir in welchen Kreisen unterwegs sind.

 

Das Home-Team: Oliver und Karin

 

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