Gasthof zum Gupf

Von Julia Heim, 26. March 2015

Sechs Monate haben wir auf diesen Abend gewartet, auf ein Essen bei Walter Klose im Gasthof zum Gupf. Denn Samstage sind begehrt im urigen Restaurant auf dem 1083 Meter hohen Appenzeller Hügel. Schliesslich möchte man nicht nur essen, sondern auch in einer der gemütlichen Stuben übernachten. Bei nur 10 Zimmern heisst es deshalb: Glück oder eben Geduld haben.

Die Tochter unserer Freude bei den Grosseltern abgeladen, ging es für uns vier am vergangenen Samstag Richtung St. Gallen. Rauf auf den Gupf ins Winterwunderland. Schneegestöber, kalter Wind – als hätten wir auf dem Weg hinauf die Jahreszeit gewechselt. Um so gemütlicher der Apero vor dem offenen Feuer im kleinen Glaskubus vor dem alten Gasthaus.

 

 

Spektakulär: Die Tour durch den Weinkeller, der mit 30 000 Flaschen eine Fülle an edlen, europäischen Tropfen bietet. Die grösste Flasche der Welt steht ebenfalls hier unten: 480 Liter. Den Keller haben lokale Kunsthandwerker mit regionalen Schnitzmotiven geschmückt. Selbst wenn man Wein nicht sonderlich mag, gerät man in diesen Räumen ins Staunen.

 

 

Nach einer Stunde im kühlen Gewölbe sitzen wir in der Gaststube und probieren uns durch die Speisekarte. Für mich gibt es Jakobsmuschelcarpaccio, Garnelen, Gemüse, Pesto, Spargelsuppe, Schokotörtchen und Pralinen. Hund Finn ist ebenso willkommen wie wir, und beim Absacker – erneut in besagtem Glaskubus vor dem Feuer – fühlt es sich ein bisschen wie Kurzurlaub bei guten Freunden an.

 

 

Gupf 21, 9038 Rehetobe, www.gupf.ch

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