Fleischloser Burger

Von Nadja Zimmermann, 27. February 2015

In der Regel sind meine Einkaufstouren eher auf der unentspannten Seite. „Nei, bring das jetzt wieder zrug“. „Tue nöd alles aalange“. „Tue bitte ufd Lüüt luege, du bisch jetzt scho i die zweiti Frau mitem Wägeli inegfahre“. Ich schreibe sogar meine Einkaufslisten so (um), dass alle Lebensmittel auf dem Papier schön der Reihe nach geordnet sind, so wie sie im Laden drin stehen. Hauptsache ich bin schnell durch.

Nach mittlerweile 7 ½ Jahren als Mutter ist es für mich wie ein kleiner Urlaub, wenn ich ganz alleine einkaufen gehen kann. Und dann ziehe ich das Vergnügen auch gern in die Länge. Ich fange dann an zu „schnoiggen“.

Das Schöne am „schnoiggen“ ist, dass man dann immer wieder Produkte entdeckt, die einem bis anhin entgangen waren. Und die einem mit Kind auf der linken und Kleinkind auf der rechten Seite (mit Wägeli) einfach nicht auffallen, weil man nur noch die Kasse im Blick hat und hofft da bald durch zu sein.

Bei meinem letzten „Schnoigg“-Ausflug fielen mir mediterrane Bratlinge in die Hände.

 

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Ich finde ja, entweder man isst Fleisch, oder man lässt es bleiben. Und wenn man es bleiben lässt, muss man ja auch nichts essen, dass so aussieht. Aber ich war dennoch neugierig. Und ich wollte auch einbisschen meinen Mann foppen, der dies sicherlich grauenhaft finden würde.

Fand er dann aber gar nicht. Zwar war er erst skeptisch (“was ISCH das?”). Nach ein paar Bissen war sein Daumen jedoch oben.

 

Burger1

Burger2

Burger3

 

Mit viel knackigem Gemüse und einer – passend zu den mediterranen Bratlingen – mediterranen Streichcreme, war dieser Burger richtig saftig und gut.

Sieht aus wie echt, oder?

 

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