Kochbuchtipp: Endlich Freitag!

Von Nadja Zimmermann, 10. February 2015

Die Idee hinter diesem Kochbuch ist eine schöne: Man soll das Wochenende gemütlich starten. Es ist so schnell wieder vorbei, also soll es so früh wie möglich beginnen.

Es ist ja so, da nimmt man sich vor, dass man am Freitag früher Feierabend macht und was Nettes essen möchte, aber dann musste man noch was fertig machen, ist noch in den Laden gerannt und kommt dann viel zu spät und fix und fertig nach Hause und steht dann nochmal eine Weile in der Küche. Angespannt versucht man es endlich Wochenende werden zu lassen, ist aber noch immer im Hektik-Modus.

Die Lösung für einen gemütlichen und kulinarisch wertvollen Start in den Freitagabend ist deshalb ein schnelles, einfaches, alltagstaugliches Menü, das aber trotzdem etwas hermacht.

Hier kommt das Buch ins Spiel.

 

 

Liselotte Forslin ist Fotojournalistin, Rezeptentwicklerin und Kochbuchautorin (“Junk Food – Aber richtig!”). Ja, sie ist erklärte Junk-Food-Liebhaberin. Aber nur mit besten Zutaten, wie sie sagt, ohne zuviel Fett und Salz und Zucker und natürlich ganz ohne unnötigem Verpackungsmaterial.

Die Rezepte im Buch sind zwar weniger Junk Food, aber auch alle sehr unkompliziert. Sie eignen sich für den geselligen Abend unter Freunden genauso, wie auch für sich ganz alleine, das sich durchs Wochenende kuschelnde Pärchen oder die Familie. Echt jetzt.

 

 

Das Buch ist schön gestaltet und bunt. Man bleibt ständig hier und da hängen. Ausserdem sind viele Rezepte mit praktischen Tipps versehen. Die Rezepte sind toll und wirklich einfach. Und einige lassen sich auch prima am Vortag vorbereiten, so dass man dann am Freitag echt so gut wie nichts mehr zu tun hat und innert Kürze lecker essen kann. Auch Desserts sind dabei.

Ich hatte viele Favoriten. Den Artischockendip mit geröstetem Brot, die Hähnchen-Tacos, die Wurzelgemüse-Suppe, Der Puy-Linsen-Salat, die Veggie-Lasagne, das Kürbisrisotto mit dem frittierten Salbei, Mango-Blaubeer-Trifle … ich habe viele Zettelchen reingeklebt. Ausprobiert habe ich bis jetzt die Pizza mit Räucherlachs. Ich wäre gar nicht drauf gekommen Lachs auf eine Pizza zu legen, aber das ist himmlisch sag ich euch!!!

Und hier ist mein Ergebnis:

 

 

PIZZA MIT RÄUCHERLACHS

Teig: 1/2 Päckchen frische Hefe, 1 TL Meersalz, 1 EL Olivenöl, 125g Dinkelvollkornmehl, 300g Weizenmehl.

Käsecreme: 125g Ricotta, 125g Mascarpone, 50g frisch geriebener Gouda, 1 geschälte, geriebene Knoblauchzehe, 1 Schale einer abgeriebenen Zitrone, 3 EL frisch gehackte Kräuter (zB. Thymian, Oregano, Basilikum), Salz und Pfeffer

Belag: 300g kalt geräucherter Lachs in Scheiben, 70g Babyspinat (oder Rucola), 50g Kapern

 

1. Die Hefe in eine Schüssel bröckeln und 250ml lauwarmes Wasser zufügen. Salz und Öl dazugeben und verrühren bis die Hefe sich auflöst. Nach und nach das Mehl zufügen und den Teig von Hand 15-20 Minuten kneten. Unter einem Geschirrtuch etwa 30 Minuten zur doppelten Grösse aufgehen lassen.

2. Den Teig leicht kneten und in vier Teile teilen. Am besten ist es, wenn man den Teig bereits am Vortag zubereitet, in Frischhaltefolie wickelt und in den Kühlschrank stellt. Dann musss man ihn nur noch ausrollen und belegen, wenn man am Freitag nach Hause kommt.

3. Den Backofen auf 225°C vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig zu vier Scheiben ausrollen.

4. Für die Käsecreme in einer Schüssel Ricotta, Mascarpone und Gouda mit Knoblauch, Zitronenschale und Kräutern vermischen. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Die Käsecreme auf die Böden streichen.

5. Die Pizzen auf die Bleche legen und im vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Pfeffern und mit Lachs, Spinat und Kapern belegen.

 

Endlich Freitag! von Liselotte Forslin ist für ca. 20 Franken im Handel erhältlich. Ein Buch voller leckerer Ideen. Nicht nur für Freitag.

 

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