Schlemmen im Gardaland

Von Nadja Zimmermann, 10. August 2014

Trotz sintflutartigem Regen (ich wollte instinktiv ein Holzboot bauen und paarweise Tiere darin unterbringen!), machten wir in unseren Sommerferien einen Zwischenstopp im Gardaland am Gardasee.

 

Nass ist blöd. Aber: Langes Anstehen? – Nä äh. Nur wenige Abenteurer wie wir im Park. Der Fastpass kam sozusagen gratis von oben.

 

Vergnügungsparks sind ja in der Regel nicht für ihre exquisite Küche bekannt. Wo viele Kinder sind, reiht sich ein Fastfood-Stand an den nächsten. Würstchen und Pommes hier, Pizzen und Süssigkeiten dort. Alles möglichst fettig und lieblos. Die Bahnen und Welten haben Priorität, das Essen nicht. Das ist einfach noch so da, damit man nicht plötzlich umkippt. Wobei Fastfood an sich nichts Schlechtes ist, man kann schnelle Häppchen durchaus lustvoll zubereiten und präsentieren. Den meisten Parks ist das allerdings schnurz.

Das Gardaland am Gardasee bildet da eine der wenigen, löblichen Ausnahmen (was wohl am Heimatland Italien liegt.) Fastfood gibt’s auch im Gardaland, klar. An jeder Ecke.

 

 

Aber la Pizza ist knackig und lecker und die Pommes gerade richtig in der Konsistenz. Die Sandwiches werden grosszügig mit feinstem dünn geschnittenem Prosciutto gefüllt und das Brot dazu kommt knusprig-frisch aus dem Ofen.

 

 

Tacos, Währschaftes aus der Ritterstube, italienische Klassiker, Früchteplatten, Früchtespiesse in Schokolade, Couscous mit Gemüse, Crèpes mit Nutella und viel viel Sahne, natürlich Süssigkeiten aus der Süssigkeiten-Bar, Piadinas, Granitas … was der Gaumen begehrt.

 

 

Ja, wir haben uns durchs Sortiment gefuttert. Aber auch, weil wir immer wieder wetterbedingten Schutz suchen mussten, um nicht weggeschwemmt zu werden. Und die Essensstände verfügen netterweise immer über ein Dächlein.

Aber wir haben gut gegessen. Das kann man sagen.

Das Maskottchen des Gardalands heisst „Prezzemolo“, also Peterli. Wer also sogar sein Maskottchen nach einem Gewürz benennt, dem kann das Essen nicht egal sein.

Und zwischen all unseren Verpflegungsstopps wirbelten wir auf wilden Achterbahnen durch die Luft, tuckerten mit Babyflugzeugen und Mini-Zügen durch die Märchenwelt, liessen uns im 4D-Ice Age-Kino durchschütteln und knallten auf der Ramses-Fahrt Mumien ab. Für jeden was dabei. Und ab Zürich in 4 Stunden zu erreichen. Hotels gibt’s am Gardasee in jeder Preisklasse wie Fastfoodstände im Vergnügungspark.

Ich kann einen Kurztrip dahin also nur empfehlen. Zum Spass haben. Und zum Schlemmen.

www.gardaland.it, Via Derna 4, I-37014 Castelnuovo del Garda

 

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