Neues vom Spacebar

Von Brigitte Zaugg, 25. April 2014

Das vegane Wienerli namens Spacebar konnte erfolgreich getestet werden. Es schmeckt in der Tat – nach RAUCH! Zudem hinterlässt es auf der Zunge eine leichte Schärfe, was bei einem Spacebar der Untergattung „Red Hot Chili Peppers“ ja hoffentlich erwartet werden darf. Seine restlichen Geschmacksnoten sind schwierig bis gar nicht zu beurteilen, zu flüchtig sind sie im Rauch aufgegangen – und das ist wahrscheinlich gut so. Fazit: Wäre ich Veganerin und hätte wider Erwarten einen fleischeslustigen Moment, so würde ich dieses gefakte Rauchwürstchen vermutlich nicht vom Tellerrand stossen.

Doch genau da stellen sich all die Fragen, die nach meinem Spacebar-Test in der annabelle-Redaktionsküche eine flexitarische Mittagsrunde lang zu reden gaben: Ist es okay, wenn ein veganes Produkt nach Fleisch aussieht? Wie künstlich darf seine Optik sein? Welche Form soll man ihm denn sonst geben? Dreieckige Plättchen? Und welche Konsistenz? Macht die Wurstform dem Neo-Veganer den Abschied von der karnivoren Lebensart einfacher? Oder eben gerade nicht? Denkt er da nicht erst recht an Wurst? An die Freuden des Fleischgenusses? Oder womöglich noch empörter an die Leiden armer Schweine auf Spaltenböden und auf dem Weg in den Schlachthof? Lauter Fragen, die niemand schlüssig beantworten konnte. Von der Frage, wie der Rauch in den Spacebar kommt, ganz zu schweigen.

Aber schön, dass wir darüber geredet haben.

Zuhause zeigte sich Veganerin Giu über mein Interesse am Spacebar übrigens sehr erfreut. Und hat dann aus ihrem veganen Lieblingsladen („Eva’s Apples“ am Zürcher Schaffhauserplatz) gleich zwei neue Sorten heimgebracht: Den „Kür-Biss“ und den „Chorizo Vegan“. Letzteren muss ich unbedingt mal heiss und mit Senf und einem Bürli probieren.

Kommentare

Digitale Post

Das Beste jede Woche in Ihrer Mailbox