Festessen leicht gemacht

Von Julia Heim, 26. November 2017

Gelegenheiten, um gross aufzutischen, gibt es im Advent genügend. Dass das nicht zwingend stressig sein muss, sollen euch diese Tipps beweisen:

Tischdekoration

Als einfache Dekoration für die Festtafel eignen sich beispielsweise Nüsse, Zweige und Kiefernzapfen. Damit ihr bei den Zapfen keine unappetitliche Überraschung erlebt, könnt ihr sie bei 150 Grad eine Stunde lang backen – so hat Ungeziefer keine Chance. Bereits gereinigte Zapfen gibts im Bastelbedarf.

Statt zu Blumen greife ich im Winter zu Beerenzweigen. Ich nehme das, was der Markt hergibt, aber die Hagebutte ist mir die liebste.

Essen

Tischt ihr zu Weihnachten einen Truthahn auf? Dann möchte ich euch eine Füllung ans Herz legen, die ich nicht im Vogel, sondern separat zubereite. Ich will sichergehen, dass der Truthahn komplett durchgart und das Stuffing nicht verunreinig wird. In den Truthahn gebe ich deshalb lediglich in Butter geschwenkte Kräuter, zwei Zitronenhälften, eine geschälte Zwiebel und ein wenig Knoblauch. In einer Auflaufform backen daneben Brotwürfel, Walnüsse, Apfelscheiben, geviertelte Backpflaumen, gedünstete Lauchringe, gebratenes Schweinsbrät und ein wenig kräftige Rindsbouillon zu einem feinen Stuffing. Praktisch: Die Füllung lässt sich gut vorbereiten und kaltstellen. 30 Minuten vor dem Essen wandert die Form in den Ofen und backt dank Butterflocken ihrem goldbraunen Höhepunkt entgegen.

Bei der Alternative zur traditionellen Cranberrysauce mache ich es mir einfach: Zum einen greife ich auf Preiselbeeren zurück und zum anderen verwende ich die, die bereits eingekocht und mit Zucker versetzt im Glas verkauft werden. Mit Bouillon und Wein, Zimtstange und Anisstern aufgekocht und auf mittlerer Hitze reduziert, passt der süsse Sud perfekt zum Fleisch.

Und da wären wir schon beim Wichtigsten angelangt: dem Truthahn. Er benötigt etwa eine Stunde Garzeit pro Kilo. Damit er nicht austrocknet, können Specktranchen auf dem Vogel oder Stuffing zwischen Haut und Fleisch platziert werden. Zudem sollte er alle 30 Minuten mit Bratensaft übergossen werden. Die Haut des Truthahns wird besonders knusprig, wenn man Butterflocken darunter schiebt. Den Vogel zusätzlich mit Fett einreiben, salzen und pfeffern und auf einem Gemüsebeet platzieren. Ich beginne die ersten 30 bis 60 Minuten mit einer hohen Temperatur und reduziere im Anschluss. Bei einem 4.5-Kilo-Truthahn kann nach einer Stunde von 180 Grad Umluft auf 130 Grad reduziert werden. Wenn ihr den Vogel aus dem Ofen nehmt, lasst ihn 20 Minuten mit Alufolie abgedeckt ruhen.

Organisation

Mein Lieblingstipp ist das Verteilen von Aufgaben. Bei Festen mit Freunden und Familie nehme ich das Angebot dankend an, wenn jemand etwas mitbringen möchte. Denn wenn man Apéro oder Dessert nicht selbst vorbereiten muss, spart das Zeit und Energie und bietet Abwechslung im Menü.

Fotos: Pexels.com

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