Alles Käse: Dieses Gericht macht glücklich

Von Julia Heim, 16. September 2017

Käsespätzle oder eben Chäschnöpfli sind ein Klassiker, der sowohl in der Schweizer Küche als auch in Deutschland und Österreich zuhause ist. Die Spatzenspur soll sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Wahrscheinlich ist, dass der vom Brett geschabte Teig damals vor allem in der schwäbischen Küche zu finden war – so sollen es Gemälde aus jener Zeit belegen. Jedenfalls fühlen wir uns beim Duft von geschmolzenem Käse und gerösteten Zwiebeln wohl alle an die Ferien in den Bergen erinnert, an die eigene Kindheit und damit auch an die kulinarischen Wurzeln.

Legt man Wert auf echte Handarbeit und findet eine geschickte Technik, schabt man den Teig mit einem Messer vom nassen Holzbrett ins kochende Wasser. Ich verwende aus Bequemlichkeit den Chnöpfli-Hobel.

Käsespätzle

für 2 Personen

3 Eier
1 Mug/Tasse (Spätzle-)Mehl
8-10 EL kaltes Wasser
2/3 TL Salz
150 g Gruyère
150 g Appenzeller
1 kleine Schalotte
2 EL Rapsöl
Eier in eine Schüssel aufgeschlagen und mit Mehl, Wasser und Salz zu einem Teig vermengen, der mit einem Teigspachtel so lange geschlagen wird, bis er Blasen wirft.

Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen und den Chnöpfli-Hobel auf dem Topfrand platzieren. Nach und nach den Teig mit dem Hobel durch das Sieb reiben, sodass die Chnöpfli ins kochende Wasser fallen. Ein Testlauf ermöglicht eine Teigprobe. So könnt ihr überprüfen, ob die Konsistenz stimmt. Schwimmen sie an der Oberfläche, können sie mit einem Schaumlöffel abgeschöpft und in eine Auflaufform gegeben werden.

Eine Schicht Chnöpfli jeweils mit geriebenem Käse bedecken und fortfahren bis sowohl Chnöpfliteig als auch Käse aufgebraucht sind.

Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und Chnöpfli für 10 Minuten in den Ofen schieben.

In der Zwischenzeit die Schalotte schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Schalottenringe darin goldbraun rösten.

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