Küchenklassiker: Wo sich das Investieren lohnt

Von Julia Heim, 10. Juli 2017

Küchenklassiker können ein Vermögen kosten, andere sind preiswert und bereits in zigfacher Ausführung in Schweizer Küchen vertreten. Ob es sich lohnt, in ein Stück zu investieren, entscheidet vor allem das eigene Kochverhalten. Und doch gibt es Produkte, die seit Jahrzehnten mit Design und Funktionalität begeistern und gerade deshalb ein besonderes Augenmerk verdienen.

Foto: iStock/Nicolas McComber

 

Ein ordentlicher Bräter

Wer hat nicht schon mit dem Gedanken gespielt, sich einen Bräter aus der Serie Signature von Le Creuset anzuschaffen? Der kultige Franzose, dessen Mutterfirma bereits seit 90 Jahren existiert, ist der Inbegriff der deftigen Landhausküche und mit seiner emaillierten Oberfläche in Gelb, Orange & Co. sehr dekorativ. Mit rund 300 Franken bei einem Durchmesser von 26 cm ist der Schmortopf kein Schnäppchen. Dafür investiert ihr in ein zeitloses, hochwertiges Küchenutensil.

– Le Creuset Signature (26cm, Bräter/Schmortopf), 297 Franken 

Klein, aber effizient: Der Sparschäler

Der Sparschäler Rex wurde 1947 von Alfred Neweczerzal erfunden und ist seither der wohl günstigste Designklassiker in Schweizer Haushalten. Den Schäler der Firma Zena Swiss gibt es mittlerweile nicht mehr nur in der klassischen Aluminiumversion, sondern auch in verschiedenen Farben und – mein Favorit – vergoldet.

– Rex Sparschäler Gold von Zena, 36 Franken 

 

Ein Marmormörser für die Ewigkeit

Mit einem solchen Marmormörser lässt sich alles kleinkriegen. Ob Pfefferkorn oder Kardamomkapsel – durch das Zerstossen und Zerreiben der Gewürze entfalten und verbinden sich die Aromen. Durch das robuste Material können diese Mörser ordentlich beansprucht werden, und auch die Reinigung ist wesentlich einfacher als bei Modellen aus Holz. Ausserdem erlebt Marmor zurzeit ein Revival wie kaum ein anderes Material in der Küche.

  1. Mörser mit Stössel aus Marmor (Schwarz) von Loeb, 30 Franken
  2.  Mörser aus Marmor Galipa (Weiss) von AM.PM., 70 Franken
  3. Mörser von Pfister (Weiss), 26 Franken

 

Zeit sparen mit dem Wasserkocher

Elektrische Wasserkocher werden in den meisten Küchen völlig unterschätzt. Dabei sind sie eines der praktischsten Gadgets überhaupt. Nicht nur Tee ist mit ihnen schnell gemacht, sondern auch die Pasta. Denn statt zu warten, bis das Wasser im Pastatopf auf der Herdplatte kocht, verwende ich – wenn es schnell gehen muss – kochendes Wasser aus dem Wasserkocher. Mit dem Modell Hario Buono (2), das in dieser Form nicht ohne Herd auskommt, lässt sich der Filterkaffee in einer Chemex-Karaffe oder einem Hario-v60-Handfilter bequem zubereiten, da der Ausschank besser kontrolliert werden kann.

  1. Elektrischer Wasserkocher Hot.it von Wiel Arets, 97 Franken
  2. Hario-Buono-Wasserkocher für  für Elektro-, Ceran-, Induktions- und Gasherde, 75 Franken
  3. Elektrischer Wasserkocher Emma von Stelton, 209 Franken

 

Luxus in seiner schärfsten Form: Aufschnittmaschine

1000 Franken für ein Küchengerät, das man nicht jeden Tag benutzt? Ja, das klingt absurd. ABER: Eine Aufschnittmaschine von guter Qualität ist eine Erleichterung im Alltag und hebt den Schinken, das Brot und all die anderen Zutaten, die ihr damit in hauchdünne Scheiben schneiden könnt, auf einen neuen Level. Es muss nicht der Klassiker von Berkel sein. Schneidmaschinen gibt es in solider Ausführung bereits ab etwa 300 Franken.

– Schneidemaschine Redline 250 von Berkel, 980 Franken

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