Rund um die Pasta

Von Julia Heim, 26. Mai 2017

Um Pasta ranken sich unzählige Geschichten und Mythen. Besonders über ihre Herkunft gibt es viel zu lesen. Teigwaren tauchen in alten Schriften, auf Wandmalereien, archäologischen Schätzen und Kunstwerken auf. Die Chinesen sollen sie erfunden haben, oder waren es doch die Araber? Einig ist man sich darin, dass Marco Polo die Pasta bei einer seiner Reisen nach China entdeckte und bei seiner Rückkehr nach Italien brachte. Und fest steht auch, dass erst die Italiener die Pasta weltberühmt machten. Oder wer denkt bei einem Teller Spaghetti nicht an Napoli?

Schweizerinnen und Schweizer lieben Pasta. Unser Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund neun Kilogramm pro Jahr. Und dabei setzen wir meist auf getrocknete Teigwaren der grossen Player, die über 500 Tonnen pro Jahr herstellen. Dazu zählen Migros, Pastificio Simona, Pasta Röthlin und Pasta Premium mit bis zu 150 Jahre alten Marken.

Was in den Pastateig hineinkommt, ist simpel: Hartweizenmehl, Eier und/oder Wasser. Was daraus entsteht, hingegen nicht. Denn die Liste verschiedener Pastaformen ist lang. Farfalle beispielsweise sind die Schmetterlingsteigwaren, die gut zu einem Fischgericht oder Gemüse passen. Die gedrehten Fusilli hingegen nehmen Saucen besonders gut auf. Klassiker sind natürlich auch Spaghetti, die ich oft nur mit Chili, Olivenöl und Parmigiano esse, oder Penne, die sich durch verhältnismässig viel Teig gern zu kräftigen Saucen gesellen.

Auch wenn jede italienische Mamma sicher ihr eigenes, weltbestes Pastasaucen-Rezept zu bieten hat, gibt es einige Klassiker, die sich weltweit einen Namen machen konnten. Dazu gehören natürlich Pesto alla genovese aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl, Knoblauch und Käse, aber auch die Tomatensauce in verschiedenen Varianten – mal mild, mal scharf wie bei all’arrabbiata, die mit Speck und Chilischote ordentlich einheizt. Einer meiner Favoriten sind Spaghetti alla carbonara aus Eiern, Speck und Parmesan, die ich bereits in so vielen verschiedenen Versionen gegessen habe, dass ich es nicht mehr zählen kann.

Und auch hier bei annabelle widmen wir uns immer wieder der Pasta. Meine Kolleginnen aus der Studioküche haben bereits Lieblingsrezepte und Tipps offenbart. So macht meine ehemalige Kollegin Karin Messerli ihre Fettuccine mit 400 g Hartweizendunst, 4 Eiern und wenig kalt gepresstem Olivenöl. Und unsere ebenfalls ehemalige Gourmetfachfrau Anna Pearson setzt auf 280 g Weissmehl und 120 g Hartweizendunst oder 400 g Spätzlimehl, 4 Eier oder 2 Eier und 4 Eigelb. Ich hingegen verknete für meine Tagliatelle 450 g Spätzlimehl, 5 Eier, 2 Eigelb und – auch wenn viele das Gefühl haben, dass Salz im Teig nichts zu suchen hat – ½ TL Salz.

Fotos: Pexels (2)

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