Artischockenliebe

Von Nadja Zimmermann, 8. September 2015

Ich war aus kulinarischer Sicht ein sehr unkompliziertes Kind. Egal was auf den Tisch kam, ich habe es gegessen. Ich habe mich teilweise durch ganz schauderhafte Gerichte gekämpft, die ich gar nicht beim Namen nennen will. Dinge, um die ich heute einen grossen Bogen mache. Mit Anlauf.

Es heisst ja Kinder sollten immer wieder probieren, auch wenn sie etwas anfangs nicht mögen. Bei oben erwähntem ging dieser Plan nicht auf. Was man nicht mag, mag man nicht. Punkt. Anderes mochte ich aber wiederum auch nicht. Oliven zum Beispiel. Die fand ich ganz furchtbar. Cicoria (Zichorien) habe ich immer als erstes reingeschaufelt, so dass der bittere Geschmack verschwand, als ich mich den leckeren Sachen zuwandte. Und Artischocken waren auch ein No-Go.

Doch weil ich wahrscheinlich bei letzteren drei Dingen als Kind ein kleines bisschen wohlwollender probiert habe, mag ich sie heute nicht nur, nein, ich liebe sie! Artischocken zum Beispiel. Lange Feind. Heute Freund.

 

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Artischocken sehen nicht nur hübsch aus. Sie sind auch sehr gesund. Vollgepackt mit Kalium, Magnesium, Folsäure, Eisen und etlichen Vitaminen aus der A-, B- und C-Gruppe. Sie wirken antioxidativ, verdauungsfördernd, sie schützen die Leber und senken das Cholesterin. Ausserdem ist die Artischocke appetitanregend – eignet sich daher auch gut als Vorspeise oder Apéro.

 

Wenn man welche kauft, sollte man darauf achten, dass die Blätter eng aneinander liegen. Man kann sie im Kühlschrank gut 4-5 Tage aufbewahren, sollte mit dem Verzehr aber nicht zu lange warten, da die Artischocke schnell an Geschmack verliert.

 

ZUBEREITUNG

  • Stiel und harte Blattspitzen entfernen.
  • Im kochenden Salzwasser mit einem Gutsch Zitronensaft ca. 40 Minuten kochen.
  • Lauwarm mit etwas hochwertigem Olivenöl und grobem Meersalz servieren. Zum Beispiel als Apéro.

 

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Gegessen wird nur der weiche Teil, diesen kann man mit den Zähnen abziehen, nachdem man ihn in gesalzenem Olivenöl getunkt hat.

 

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Es gibt natürlich unzählige Arten der Artischockenzubereitung. Ich mag es allerdings einfach. Somit ist dies (zurzeit) meine liebste. Und ich finde so eine Artischockenblume macht sich gut auf einem Apérotisch. Dazu noch bisschen Chips, Bruschette und einen feinen Prosecco. Mmmhh …

 

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