Buchtipp: Thailand – Das Kochbuch

Von Nadja Zimmermann, 4. März 2015

Ich wage zu behaupten, dass Thailand zu den favorisierten Feriendestinationen der hiesigen Bevölkerung gehört. Und Bemerkungen wie „lasst uns heute zum Thailänder gehen“ oder „lasst uns was beim Thai bestellen“ in vielen Leuten ein kleines „Yay“ auslöst.

Bei mir auch.

Ich liebe thailändisches Essen. Dabei denke ich an frisches, buntes, knackiges Gemüse und schmackhafte Saucen und Kokosmilch und leckere Gewürze.

 

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Und weil eben viele Leute gerne thailändisch essen, gibt es auch nicht wenige thailändische Kochbücher. Da kann sich auch der Laie durchmogeln, denn viele thailändischen Gerichte sind bubieinfach – wenn man die richtigen Zutaten zur Hand hat.

Wer sich etwas näher mit der thailändischen Küche auseinandersetzen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.

 

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Den Buchtitel kann man sich einfach merken, denk ich.

Für den Laien ist dieses Buch aber nix. Es richtet sich ausschliesslich an Fortgeschrittene. Leute, die bereits Vorkenntnisse in der thailändischen Küche vorweisen können. Leute, die solche Menütitel nicht verstört.

 

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Und Leute, die sich unerschrocken an extravagante Ingredienzien wagen.

 

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Es hilft natürlich auch, wenn man sich im Thaigeschäft seines Vertrauens ein wenig auskennt und mit einem schnellen, geübten Griff Dinge wie Luffa oder Tindola-Blätter in den Einkaufswagen scheffeln kann, ohne dass man stundenlang ratlos vor den Regalen steht.

„Thailand – das Kochbuch“ ist ein über 500-Seiten dicker Wälzer. Inklusive umfangreichem Glossar, wo man seinen Zutatenwortschatz mit Begriffen wie „Bilimbi“ (Frucht des Gurkenbaums“) oder „Hiobstränensamen“ (Körner einer Getreidepflanze namens Hiobstränengras) erweitern und vor seinen Freunden glänzen kann („Pfff … du häsch echt kei Hiobstränesömli dihei … ts, ts.“)

Nun habe ich sicherlich den einen oder anderen abgeschreckt. „Uff! Das klingt anstrengend! All diese vielen fremden Zutaten? Sooo ein dickes Buch?“

Dann seht euch folgende Bilder an.

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„Mmmmmhh …“, oder etwa nicht?

Nebst ein paar zugegebenermassen für uns Mitteleuropäer etwas schrägen Gerichten, strotzt das Buch allerdings auch vor wohlklingenden Rezeptenamen wie „Bananenkuchen mit Kokoseis, Kokosschaum und Baiser“, „Gebratener Tofu mit Bohnensprossen“, „Ananassalat aus Phuket“, „Frittierte Roti mit Kaffir-Limettenblattzucker und Calamondin-Orangencreme“ oder die verschiedenen Kokosmilchsuppen oder Pad Thai’s. Alles sauber geordnet in verschiedene Kapitel, wie „Pfannengerührtes“, „Suppen“, „Snacks und Getränke“ oder „Gegrillt, gedämpft, frittiert“.

Das Buch ist eine kulinarische Reise quer durch Thailand, mit Rezepten aus den unterschiedlichsten Regionen. Ein geschmackliches Stück Ferien für Zuhause. Und mit den unzähligen pittoresken Fotos animiert es gar dazu über ein Flugticket nachzudenken.

 

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Die mehrseitige Einführung am Anfang des Buches widmet sich Land und Leuten, den vielen Einflussfaktoren auf die thailändische Küche, der Kultur, der abwechslungsreichen Landschaft, den unterschiedlichen Regionen und den damit verbundenen geschmacklichen Unterschieden. Auch erfährt man mehr über die grundlegenden Aromaprinzipien und welche Bestandteile in der thailändischen Küche unumgänglich sind.

Thailand – Das Kochbuch kostet um die 60 Franken. Das ist ein rechter Batzen. Das Buch gehört aber auch zur oberen Gewichtsklasse. Und wenn man bedenkt, dass etwa 380 Köchinnen und Köche aus ganz Thailand an diesem Buch mitgewirkt haben, relativiert sich dies dann auch wieder.

Wer sich also ernsthaft für die thailändische Küche interessiert und nicht nur an der Oberfläche kratzen möchte, der sollte sich diese Bibel unbedingt zulegen.

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