Buchtipp: vegetarisch basisch gut

Von Nadja Zimmermann, 24. Februar 2015

Wenn man vollkommen gesund und jung ist und rumspringt wie ein junges Reh, macht man sich wohl nicht so viele Gedanken über die richtige Ernährung. Ich habe allerdings seit einigen Tagen Magenschmerzen und das hatte ich noch nie! Ich habe sonst einen Pferdemagen! Aber irgendein oller Virus hat es sich zum Spass gemacht, sich bei mir einzunisten. Oder aber es hat andere Gründe. Wer weiss das schon.

Magenschmerzen ist jedoch eine der vielen vielen möglichen Beschwerden, wenn der Körper übersäuert ist. Neben Kopfschmerzen, trockener Haut, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit. Die Liste ist endlos.

Ob der Körper übersäuert ist, kann man ganz einfach selber rausfinden. In der Drogerie gibt’s ph-Streifen, damit lässt sich der ph-Wert mit einem Urin- oder Speicheltest ermitteln. Wer zwischen 6,5 und 7,25 liegt, macht schon mal vieles richtig.

Allen anderen sei die basische Ernährung ans Herz gelegt. Was man hierzu alles beachten muss, wie man entgiftet und was man sich trotz Verzicht auf manche Lebensmittel Leckeres kochen kann, verraten die beiden Bücher vegetarisch basisch gut und sein Nachfolger vegetarisch basisch gut für jeden Tag von Natasha Corrett und Vicki Edgson, Natasha’s Gotti.

 

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Abgesehen davon, dass ich es allerliebst finde, dass Gotti und Gottikind beruflich zusammenspannen, haben die Beiden zwei sehr interessante Bücher geschaffen. Auch basische Banausen wie ich, kriegen da blitzschnell den Durchblick und können den eigenen Menüplan ab und an wieder etwas anpassen, wenns mal wieder sauer wird. Oder aber man kniet sich so richtig rein, entgiftet professionell und stellt anschliessend seine Ernährung komplett um.

Beide Bücher erläutern umfangreich und ergänzend die Problematik der zu säurehaltigen Ernährung. Was sind die Symptome, welche Lebensmittel sind stark säurehaltig, welche durch und durch basisch. Und welche liegen dazwischen. Die Liste der säurehaltigen und basischen Lebensmittel kann man sich rauskopieren und in die Küche hängen, so hat man sie immer im Blickfeld.

Der erste Teil beschäftigt sich hauptsächlich mit den ersten Schritten, der Entgiftung, inklusive Menüplan und kleiner Hilfe, wie man seine Ernährung langsam umstellt, sowie Tipps wie man dies auch tatsächlich schafft. Unter anderem, wie man als Laie liebgewonnene, aber böse Essgewohnheiten ganz einfach durch die dem Körper gutgesinnten ersetzt. Wichtig auch zu wissen, wie man unterwegs über die Runden kommt, wenn man sich mit Haut und Haar der basischen Ernährung verschrieben hat.

Das zweite Werk, vegetarisch basisch gut für jeden Tag, ist da noch ein Tick umfangreicher und geht etwas tiefer. Menüpläne finden sich auch hier, sowie Tricks zum Ausgleichen oder wie man den Blutzucker stabil hält. Eine lange Liste von Lebensmitteln, die in den basischen Haushalt gehören, eine Übersicht wie sich die verschiedenen Lebensmittel auf den Körper auswirken, vielerlei Informationen zu den verschiedenen Garmethoden, Rohkost im Allgemeinen oder auch wie man trotzdem nicht auf Süsses verzichten muss. Alles da.

 

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Wer sich für eines der Bücher entscheiden möchte, steht vor einer schwierigen Entscheidung. Abgesehen von der immensen Informationsflut sind beide Bücher vollgepackt mit vielen geschmackvoll aussehenden Gerichten. Die schönen Bilder machen es einem nicht leicht.

 

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Einer meiner Lieblinge aus vegetarisch basisch gut sind die geschmorten Auberginen mit Sumach-Tahini-Dressing. Die könnte ich jeden Tag machen.

 

Auberginen

 

Wer sich nur annähernd für gesunde, vegetarische und basische Ernährung interessiert, der kommt um diese beiden Bücher nicht drumrum. Meinen ph-Wert habe ich natürlich gemessen, ein paar Tage lang, und dieser scheint in Ordnung zu sein. Aber so soll es ja auch bleiben und abgesehen davon sind die Rezepte in den Büchern einfach zu lecker. Ph-Wert hin oder her.

Beide Bücher sind im Handel erhältlich. Vegetarisch basisch gut und vegetarisch basisch gut für jeden Tag gibt’s beide für je rund 35 Franken.

 

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