Backbuch: Knusper, knusper Häuschen

Von Julia Heim, 30. Dezember 2014

Erst jetzt, nachdem der erste Schnee gefallen ist, macht dieses Buch so richtig Sinn. Denn die kleinen Häuschen mit den gezuckerten Dächern sind am schönsten, wenn es draussen frostig kalt ist. Und dabei spielt – jedenfalls für mich – keine Rolle, dass Weihnachten bereits vorbei ist. Auch zwischen den Jahren wird genascht, gebacken und die wohlige Wärme in einem gemütlichen Zuhause genossen. Dabei lässt es sich hervorragend in einem neuen Backbuch blättern. Bisher hat es bei uns daheim nur für ein paar Basics wie Mailänderli und Zimtsternli nach Betty-Bossi-Art gereicht. Aber wenn man sich die Kunstwerke aus dem Buch «Knusper, knusper Häuschen» von Eva Grane, Ylva Norman und Ake Gunnarsson so anschaut, bekommt man nicht nur Lust auf Lebkuchen, sondern auch aufs Handwerken. In den kommenden freien Tagen versuche ich mich an einem der Häuschen. Bis dahin blättere ich noch ein wenig und lass mich von Architektur und Zuckerguss inspirieren.

Villa-Kunterbunt

Die Backbuchautoren und der Fotograf haben bereits vor zehn Jahren ein Werk zum Thema Lebkuchenhäuser in Schweden herausgebracht. Das aktuelle Buch ist eine übersetzte Sammlung aller Häuschen, die nun auch bei uns erhältlich ist. Neben wunderschönen Fotografien finden sich im Buch detaillierte Baupläne im Massstab 1:1 inklusive einer Anleitung, damit nicht nur Profis erfolgreich backen.

Anleitung

Nebenbei erfährt man noch allerlei Spannendes über die Herkunft des Lebkuchens. Wusstet ihr beispielsweise, dass es sich dabei um eine mittelalterliche Leckerei handelt, die damals in Form von Teigkugeln – den sogenannten Pfeffernüssen – gebacken wurde?

Lebkuchen

Herausgegeben vom Verlag Edel Motion, 270 Seiten, für knapp 30 Franken erhältlich über books.ch

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