Restaurant-Tipp: «Ulrich» in Wien

Von Julia Heim, 19. Dezember 2014

Laut ist es und es duftet nach frisch geröstetem Kaffee. Hin und her laufen die Kellner, werfen uns ab und zu ein entschuldigendes Lächeln zu, denn wir warten schon ein Weilchen auf einen Tisch. Es ist Sonntag, und am Sonntag geht ganz Wien ins «Ulrich» brunchen. Deshalb nippen wir geduldig an einer Melange und schauen zu, was aus der Küche auf die Tische wandert. Bunte Teller mit Eiern, Speck, dunklem Brot, Früchten, Käse- und Wurstvariationen, Konfi und Omeletten.

Da bewegt sich etwas – in der linken hinteren Ecke zückt ein Gast das Portemonnaie. Hier muss man schnell sein. Die Konkurrenz schläft nicht. Ich habe gelesen, man müsse sich einfach vorstellen, dass man bekommt, was man will. Jedenfalls meine Mutter schwört auf dieses Prinzip bei der Parkplatzsuche in der Innenstadt. Ob es im «Ulrich» wirklich mein positives Denken oder vielleicht doch der Hunger ist, der mein Gesicht sprechen lässt und Mitleid weckt – Tisch hinten links gehört uns. Und sitzt man einmal im «Ulrich», steht man nicht mehr auf.

Empfehlen kann ich «The Big Easy»: Ein Omelette mit Avocadobrot, das mit Hüttenkäse, Chiliflocken und wenig Zitronensaft serviert wird.

St.-Ulrichsplatz 1
1070 Wien

Kommentare